Frouwe helfet Frouwe

Du hast »Der Staat der Frauen« gelesen. Vielleicht in einer Nacht. Vielleicht musstest Du zwischendurch aufhören.

Du hast Dich gefragt, warum Dich manche Sätze nicht loslassen. Warum Dir Lias Logik irgendwann nicht mehr fremd vorkam. Warum Du an einer Stelle gedacht hast: Das würde ich auch tun.

Das war kein Zufall. Das war Handwerk – uraltes Handwerk.

»frouwe helfet frouwe« zeigt Dir, welches. Woher der Bona Dea Kult wirklich kommt. Warum die Beginenhöfe des Mittelalters funktionierten, wo Klöster scheiterten. Wie Wut zu Bindung wird, Fürsorge zu Kontrolle, Unterordnung zu Freiheit – mit Quellen, nicht mit Behauptungen.

Dies ist kein Nachwort. Es ist die Gebrauchsanweisung für das, was der Roman mit Dir gemacht hat.

Lies es, wenn Du wissen willst, warum Du Dir nicht mehr sicher bist, ob es Fiktion war.

Lies es nicht, wenn Du es lieber nicht wüsstest.


Im Handel verfügbar als Hardover (978-3-384-96326-0) und eBook (978-3-384-96327-7)u.a. bei:

Amazon: https://www.amazon.de/frouwe-helfet-kulturwissenschaftliche-Annäherung-Frauen/

Thalia: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1081764883

Hugendubel: https://www.hugendubel.de/de/buch_gebunden/soena-frouwe_helfet_frouwe-54712122-produkt-details.html


über das Buch:

Du hast den Staat der Frauen erlebt. Jetzt zeige ich Dir, wie er gebaut ist.

»frouwe helfet frouwe« ist der wissenschaftliche Begleitband zu »Der Staat der Frauen« – keine Interpretation, sondern eine Konstruktionszeichnung. Auf über 1.000 Belegstellen rekonstruiert das Buch, aus welchem Material die Organisation gemacht ist, die Lia und Tom verschlungen hat: der historisch bezeugte Bona-Dea-Kult der römischen Republik. Die Beginenhöfe als erste ökonomisch autonome Frauenkommunen Europas. Die höfische Liebe als Herrschaftstechnik mit vertauschten Vorzeichen. Die Mechanik kollektiver Wut nach Audre Lorde, kollektiven Gedächtnisses nach Jan Assmann, verkörperten Wissens nach Paul Connerton.

Du bekommst das Pentagramm der Kontinuität – das Modell, mit dem der Staat der Frauen erklärt, warum er sich 2000 Jahre alt fühlt, ob es nun stimmt oder nicht. Du bekommst die Grade von der Postulantin bis zur Königin, die Ökonomie der Gabe statt des Tausches, die Ethik der Freiin, die aus Fürsorge Macht macht und behauptet, das sei kein Widerspruch.

Und am Ende bekommst Du drei Lesarten, keine Antwort: Dass alles historisch verbürgt ist. Dass es eine bewusst erfundene Tradition ist, wie Eric Hobsbawm sie beschreibt. Oder dass es reine literarische Fiktion mit sozialphilosophischem Anspruch ist – ein Gedankenexperiment, das durchspielt, was passiert, wenn Macht das Geschlecht wechselt.

Der Staat sagt, Dir nicht, welche Lesart die richtige ist.

Ich sage Dir, dass alle drei mit denselben Quellen belegbar sind.

Frag‘ Dich, warum Dich das beunruhigt.

søna


Warnung.

Der Staat findet seine Töchter.
Nicht die Töchter den Staat.